Was es zu entdecken gibt

 

Nicht nur Tiere, auch Pflanzen jedweder Art sind schützenswert

 

 

 

Artenschutzmaßnahme

durch das NZO in Kimbach

 

 

Das Efeu-Moorglöckchen – wahlenbergia hederacea

 

gibt es nach einem Artenhilfsprogramm von 2012 in Hessen nur noch an 3 Stellen, eine davon in der Nähe von Bad König, Kimbach.

 

Die Moorglöckchen (Wahlenbergia) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Eine der 260 Arten der Welt, eben die

 

wahlenbergia hederacea, kommt in einem Tal Nahe Kimbach vor. Der Gattungsname ehrt den schwedischen Arzt und Botaniker Göran Wahlenberg (1780-1851).

 

Nach der Gründung des NZO-Stiftung Georg Raitz u. a. mit den Zielen „Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege“ war es ein großes Anliegen diese Pflanzenart zu Erhalten und zu Fördern. Der Stifter des NZO Georg Raitz und sein Freund Karl Rapp, ausgezeichnete Botaniker wussten von dieser Pflanze, sodass auf Initiative von Karl Rapp, Vorsitzender des Beirates der Stiftung, die Pflegemaßnahmen durch das NZO aufgenommen wurden. Details s. Anhang.

 

Da diese Moorglöckchenart in Hessen auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht wurde sie in die Biodiversitätsstrategie des Landes Hessen aufgenommen. Dadurch entstand eine große Möglichkeit die Pflanze nachhaltig unter Schutz zu stellen, denn Planungs- und finanzielle Unterstützung können nun umgesetzt werden. Mit Frau Alina Goll von der Abteilung Landschaftspflege und Naturschutz der Kreisverwaltung des Odenwaldkreises bekam das NZO eine tatkräftige Unterstützung. Entsprechende Anträge wurden von Frau Goll ans Regierungspräsidium Darmstadt gestellt, als Ergebnis wurden €20.000 für die vorläufige Pflege sowie den Ankauf der zu schützenden Fläche von ca. 10.000m² zugesagt. Das NZO-Stiftung Georg Raitz wird somit Eigentümer dieser Fläche und wird die Pflege in Zukunft weiter übernehmen.

 

Bei einer Begehung mit dem Botaniker Dr. Sonnberger wurden noch 4 weitere Pflanzen der Rote Listenarten festgestellt, was eine Ausweitung der weiteren Biodiversität, außer dem Moorglöckchen, ermöglicht. Besteht doch die Fläche aus Trockenrasen, über Feuchtgebiete hin zu extensiv genutzte Wiesenflächen.