Naturschutzzentrum Odenwald

 

Stiftung Georg Raitz

 

Biotopschutzmaßnahmen des NZO-Stiftung Georg Raitz

 

Gemäß der Stiftungsverfassung gehören auch Biotopschutzmaßnahmen zu den Aufgaben des NZO, durch den Ankauf von zwei Flächen und die Übernahme der Pflege eines Feuchtgebietes werden diese erfüllt.

 

Heute möchten wir die Fläche in der „Vorderbach“ vorstellen.

 

Ein Teil dieser Fläche wurde bereits von der Bergwacht Kimbach unter Georg Raitz und Karl Rapp betreut, ging es doch um den Erhalt einer sehr selten gewordenen Pflanze, dem Efeu-Moorglöckchen (Hesperocodon hederaceus/Wahlenbergia hedercea). Von Anfang an, also ab 2000 vom NZO unter Leitung von Karl Rapp und Werner Horn fortgeführt. Eine großartige Wende ergab sich durch die Einbringung in die Biodiversitätsstrategie durch Frau Goll von der Abteilung Landschaftspflege und Naturschutz der Kreisverwaltung des Odenwaldkreises. Über Mittel dieser Hessischen Biodiversitätsstrategie konnte die aktuelle Fläche mit entsprechendem Umland erworben werden, insgesamt ca. 1ha. Die Pflegemaßnahmen konnten nun auch intensiviert werden, die finanziellen Mittel der Biodiversitätsstrategie ermöglichten dies.

 

Das Ergebnis nach 2 Jahren Umsetzung der geplanten Maßnahmen konnte am 29. Juli 2019 begutachtet werden, so von Vertreterinnen des RPDa, Frau Schmitz und Frau Hohn, sowie Frau Goll und Herrn Vogler vom LRVV. Herr Dr. Sonnberger, seit Jahren als Botanik Experte immer wieder mit Rat behilflich,  erläuterte die vielzähligen Pflanzen-arten, welche sich durch die Pflegemaßnahmen besten entwickelt habe. Dazu waren vom NZO Frau Andrea Aurich, Frau Martina Limprecht (Vors. des NABU-Odenwaldkreis), Lothar Müller und nicht zuletzt Herr Kai Teubner, ebenfalls Biologe und Botanik Kenner.

 

Die vielen unterschiedlichen Blühpflanzen locken natürlich zahlreiche Insekten an, wie die Fotos von Lothar Müller belegen.

 

Das Biodiversitätsprogramm läuft noch 2 weitere Jahre, so ist eine weitere Verbesserung der Fauna und Flora zu erwarten, nicht zuletzt für dort entdeckten Larven von Feuersalamandern.

 

Alle Fotos von Lothar Müller

 


 

Der Stifter - Georg Raitz

 

Ein großer Naturfreund und großer Kenner der Tier- und Pflanzenwelt, nicht nur im Odenwald sondern auch in den Alpen auf der Suche nach seltenen Arten. Hier der Gelbe Enzian

 

Georg Raitz, geb. am 21. April 1935 verstorben am 19.6.1999, war schon in den 60er Jahren Vorreiter für den Naturschutz.

 

So legte Georg Raitz vor über 20 Jahren den Grundstein für das NZO

 

 

 

Stiftung Georg Raitz

Das NZO ist eine gemeinnützige selbständige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bad König/Kimbach. Für ihre Arbeit und zur Erhaltung des Stiftungshauses ist sie im wesentlichen auf Spenden angewiesen.

 

In den Stiftungsorganen sind neben dem Bürgermeister der Stadt Bad König personell alle Naturschutzorganisationen im Odenwaldkreis vertreten.

 

Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke, indem sie den aktiven Naturschutz im Odenwaldkreis sowie die Information, Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich fördert. Die Stiftung ist offen für alle Gruppen und Einzelpersonen die sich diesem Ziel verpflichtet fühlen.

 

Es war der testamentarisch erklärte Wille von Georg Raitz, einem Kimbacher Bürger und Naturschützer, dass sein Wohnhaus nach seinem Tode für den aktiven Naturschutz Verwendung finden sollte. Es sollte eine Stätte der Begegnung und der Zusammenarbeit unter den Naturschützern werden. Nach seinem Tode im Jahr 1999 traf die als Erbin eingesetzte Stadt Bad König die Entscheidung, den letzten Willen von Georg Raitz mit einer Stiftung zu erfüllen, die am 16. August 2000 gegründet wurde.

 

Der ehemalige Ministerpräsident Hessens, Roland Koch, zeichnete im Rahmen der Ehrenamtskampagne "Gemeinsam Aktiv - Bürgerengagement in Hessen" die NZO-Naturschutzzentrum Odenwaldstiftung Georg Raitz aufgrund ihres vorbildlichen gesellschaftlichen Engagements als Stiftung des Monats Januar 2007 aus. Die Stiftung bietet Menschen, die sich dem Naturschutz im Odenwald verschrieben haben, eine Begegnungsstätte. Durch diese Bündelung der im Naturschutz engagierten Organisationen und Personen werden Synergieeffekte frei und Projekte möglich, die allein für die Aktiven nicht umzusetzen wären.