Pressemitteilungen


25.09.2022 17. Odenwälder Streuobsttag

 

Am Sonntag, den 25. September findet in der Pudermühle in Nieder-Kinzig von 11:00 bis 17:30 Uhr erneut ein Streuobsttag statt. Veranstalter sind die NABU-Ortsgruppe Nieder-Kinzig und das Naturschutzzentrum Odenwald.

Nach der zweijährigen Zwangspause sind die Veranstalter in diesem Jahr wieder in der Lage, dem interessierten Publikum die Situation der Odenwälder Streuobstwiesen in informeller Atmosphäre nahezubringen.

 Angebot im historischen Rahmen

 Die Veranstaltung findet wieder im historischen Rahmen der ehemaligen Pudermühle statt, der von seinen heutigen Bewohner:innen liebevoll zu einer einmaligen Wohnanlage gestaltet wurde. Leider steht in diesem Jahr der ehemalige Kuhstall mit seiner imposanten Architektur nicht für die traditionelle Musikveranstaltung zur Verfügung. Die gewohnte Mischung aus Information und geselliger Runde wird jedoch erneut angeboten.

 Ideal & Wirklichkeit

 Durch die Aufnahme der Streuobstwiesen in die Liste des nationalen Kulturgutes im vorigen Jahr erfährt das Thema eine ideelle Aufwertung – sich jedoch erst noch in praktischen Konsequenzen spiegeln muss.

 Hiervon sind wir leider im Odenwaldkreis trotz der reichen Tradition noch weit entfernt.

 Die erst kürzlich vorgestellte ‚Streuobstwiesenstrategie‘ der hessischen Landesregierung hat zum Beispiel den Odenwald nicht als besonderen Maßnahmenraum aufgeführt. Das geplante Streuobstwiesenzentrum für Hessen wird voraussichtlich im Taunus angesiedelt werden.

 Auch die im politischen Raum wiederholt vorgetragene Vorstellung, die beängstigende Lage der Obstbaumbestände würde durch den neugeschaffenen Landschaftspflegeverband wesentlich verbessert, hat noch keine praktischen Konsequenzen. Keine Odenwaldkommune hat sich bislang zu konkreten Maßnahmen zur Förderung der Streuobstwiesen aufgerafft.

 Podium des Austauschs

 Vor diesem Hintergrund bietet der 17. Odenwälder Streuobsttag am Sonntag den 25.09.22 eine Plattform zum Austausch und zur Kooperation für Umwelt und Natur im Odenwaldkreis.

 


31.08.2022 Vortrag über Trockenmauer und Teich im Garten

Teich und Trockenmauer bieten Schutz und Lebensraum für viele Arten. Schon ein kleiner Teich im Garten ist eine Bereicherung für viele Tier- und Pflanzenarten. Einheimische Wasserpflanzen bieten Futter und Überwinterungsmöglichkeiten für Schmetterlinge und Wildbienen. Schon ab einer Wassertiefe von 60 Zentimetern wird der Teich auch für Frösche, Molche und Kröten interessant. Trockenmauern sind u.a. Überlebensraum für Eidechsen und Insekten.

 

Am 31. August 2022 fand im NZO in Kimbach der Vortrag „Trockenmauer und Teich im naturnahen Garten“ statt. Angelika Bonin-Schmidt aus Weiten-Gesäß berichtete aus ihrer beruflichen Praxis alles Wissenswerte über das Anlegen dieser Lebensräume im eigenen Garten. Als Naturgärtnerin verfügt sie über jahrelange Erfahrung in diesem Bereich.

 

In ihrem Vortrag ging Frau Bonin-Schmidt zuerst ausführlich auf das Anlegen einer Trockenmauer ein. Sie beschrieb die verschiedenen Bauformen und erläuterte sinnvolle Details, die dazu beitragen, ein solches Bauwerk langfristig haltbar zu bauen. Sie verwies auf zum Teil Jahrhunderte alte Beispiele im Weinbau, die - ohne Mörtel - noch heute solide stehen. Als Mitglied im Verein 'Naturgarten' legt Frau Bonin-Schmidt besonderen Wert auf die Verwendung einheimischer Baustoffe und verwertet gern auch gebrauchte Baustoffe wieder. Durch Nachfragen konnten verbleibende Wissenslücken im Publikum schnell und kompetent geschlossen werden.

Der zweite Teil des Vortrags behandelte dann die Anlage eines Gartenteichs mit Hilfe moderner Abdichtungstechnik. Leider - so Frau Bonin-Schmidt - existieren noch keine praktikablen Abdichtungsfolien, die auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit völlig zufrieden stellen. Stand der Anwendungspraxis sind daher HDPE-Folien, die zur Wasserhaltung des Teiches auf Maß produziert und eingebaut werden. Die natürliche Abdichtungsmethode 'Ton' steht leider nicht auf jedem Grundstück zur Verfügung oder erfordert größere Erdarbeiten und ist zudem gegenüber der Erdbohrer-Fauna der Nagetiere anfällig.

Ein insgesamt sehr informativer Vortrag der BUND-Reihe 'Gärten gestalten - statt mit Steinen verwüsten'.

 


28.07.2022 NZO beteiligt sich an den Ferienspielen Bad König

Im Rahmen der Ferienspiele der Stadt Bad König, führte das Naturschutzzentrum des Odenwaldes (NZO) unter der fachlichen Leitung von Kai Teubner einen „ökologischen Spaziergang“ mit 27 Kindern durch.

 

Ziel war es, den jungen Teilnehmern in leicht verdaulicher Art den Begriff des „Standorts“ näherzubringen. Warum wachsen unterschiedliche Pflanzen an unterschiedlichen Standorten? Geleitet durch einige zielgerichtete Fragen setzten sich die Kinder und Jugendlichen in Kleingruppen u.a. mit Fragen zum Boden, zum Wasserhaushalt, zum Einfluss des Lichts und der Nährstoffe auseinander; Faktoren, die die Unterschiedlichkeit von Standorten bedingen.

 

In der Mittagspause bot der Spielplatz in Kimbach willkommene Abwechslung und ein leckeres Mittagsmal wurde gereicht. Dank der fünf Betreuer, die den durch Frau Elfi Kissinger organisierten Tag, begleiteten, können die Teilnehmer auf einen vielfältigen und informativen ökologischen Spaziergang zurückblicken.

 


02.04.2022 Naturschutzzentrum Odenwald zieht Jahresbilanz

Bei der Jahresversammlung des Stiftungsbeirats am 31. März zog die Stiftung ‚Naturschutzzentrum Odenwald‘ aus Bad König die Bilanz des vergangenen Jahres. Nach langer Suche war es bekanntlich im September 2021 gelungen, einen neuen Vorstand zu wählen, der nun über das erste halbe Jahr seiner Amtszeit berichtete.

 

Neues Aussehen und neue Wege der Stiftung

Das äußere Erscheinungsbild der Stiftung wurde mit Hilfe einer professionellen Designerin neu gestaltet. Das Handlungsfeld ‚Natur‘ steht nunmehr auch optisch im Vordergrund und verdeutlicht den Anspruch der Organisation, für Umwelt und Natur im Odenwaldkreis Verbesserungen bewirken zu wollen.

 

Die Vorsitzende des Vorstands – Prof. Kerstin Schultz aus Reichelsheim – nahm ihr neues Amt in diesem Sinne wahr und nutzte ihre persönlichen Kontakte zu Gesprächen über die Stiftung und ihre Wirkungsmöglichkeiten. Die Professorin der Architektur ist thematisch einem neuen Verständnis vom Bauen in einer Kulturlandschaft verbunden und vertritt eine Position, die – mehr als bisher – die Schutzwürdigkeit von Natur bei Bauprojekten beachtet. In diesem Sinne warb und wirbt Frau Schultz für die verstärkte Einbeziehung des Naturschutzes in Entscheidungsprozesse – besonders in den Odenwaldkommunen.

 

Inhaltliche Arbeit

 

Der Aufgabenschwerpunkt der Stiftung wurde in den Tätigkeitsberichten der Arbeitsgruppen beleuchtet, bei denen zunächst der Ehrenvorsitzende Werner Horn über den Fledermausschutz berichtete. Dessen Haupttätigkeit konzentriert sich noch immer auf die Renovierung des Mausohrbahnhofs in Mümling-Grumbach, die jedoch absehbar zu einem guten Abschluss kommt. Die Außenanlagen des Geländes sind soweit hergestellt, dass auch für Besucher die notwendigen Stellplätze für Pkw vorhanden sind. Daneben leistete die Gruppe Hilfe bei der Pflege von Fledermäusen, die ohne menschliche Hilfe nicht überlebt hätten. 18 von 23 in Obhut genommenen Tieren konnten erfolgreich ausgewildert werden, wobei die Flughalle des Mausohrbahnhofs eine einmalige und wertvolle Hilfe darstellt. Hier können Jungtiere ihre ersten Flugversuche durchführen, ohne in Gefahr zu geraten.

 

Die zahlenmäßig stärkste Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Erforschung der einheimischen Insekten. Werner Horn konnte berichten, dass ihm der Erstnachweis eines in Hessen sonst nicht vorkommenden Käfers im Kreisgebiet gelungen ist – eine in der Fachwelt beachtliche Leistung.

 

Leider haben die die Veränderungen des Klimas zu bedeutenden Artenrückgängen auch im Odenwaldkreis geführt. „Die vor 20 Jahren vorhandenen über 2m hohen Bauten der Waldameisen gibt es nicht mehr“ musste Werner Horn bedauernd feststellen.

 

Beeindruckender Einsatz für den Amphibienschutz

 

In Zusammenarbeit mit dem NABU-Zell leistet die Stiftung einen auch zahlenmäßig beeindruckenden Beitrag zum Naturschutz. Die freiwilligen Helferinnen sammelten mehr als 10.000 Erdkröten, fast 300 Feuersalamander und knapp 200 Frösche und Molche an den Amphibienschutz-Zäunen entlang von Straßen ein. Viele dieser Tiere wären ohne den Einsatz der Naturschützerinnen dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen.

 

Stadtrat Bernhard Geist würdigte als Vertreter der Stadt Bad König im Stiftungsbeirat die Leistungen des NZO-Vorstands im Besonderen und die der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im Allgemeinen. Er hob diese Arbeit als für die Gesamtgesellschaft unabdingbar hervor und dankte allen, die sich für den Schutz der Natur im Rahmen der Stiftung eingebracht haben.

 

Solide Finanzen und neue Naturschutzprojekte

 

Der Beirat der Stiftung nahm den Jahresabschluss der Stiftung zur Kenntnis und beschloss einstimmig die Entlastung des Vorstandes. Im laufenden Jahr wird der Beiratsvorsitzende – Dipl.-Biol. Kai Teubner – die Erweiterung des Schutzprojekts für das Moorglöckchen weiter bearbeiten. Ein weiteres Thema wird das Projekt ‚Gräsighang‘ in Michelstadt sein, für das das Regierungspräsidium bereits 400.000€ Fördermittel in Aussicht gestellt hatte. Dieses Projekt kann allerdings nur in Kooperation mit der Stadt Michelstadt umgesetzt werden, die Gespräche dazu werden derzeit geführt. Der traditionelle Streuobsttag auf der Pudermühle in Nieder-Kinzig steht ebenso auf dem Programm, wie Informationsveranstaltungen im Haus des Naturschutzzentrums in Kimbach. Infos darüber sind ständig auf der Internetseite www.NZO-Kimbach.de zu finden.

 


11.12.21 Biotoppflege

Hier geht es zum Bericht über die Pflegearbeiten mit den Bildern.


09.09.21 Neuwahlen beim NZO

Naturschutzzentrum Odenwald stellt sich neu auf
Die  Umweltverbände  im  Odenwaldkreis  haben  seit  nunmehr  20  Jahren  eine  gemeinsame
Plattform,  auf  der  Naturschutzarbeit  geleistet  wird.  Die  Stiftung  Georg  Raitz  hat  im  früheren
Wohnhaus des Stifters in Kimbach das Naturschutzzentrum Odenwald (NZO) eingerichtet, das
eine Vielfalt von Aktivitäten entfaltet hat.
Bei  der  Jahresversammlung  des  Stiftungsbeirats  am  09.  September  gab  es  grundlegende
Veränderungen.
Erfolgsbilanz vorgestellt
Das bisherige Vorstandsteam hatte das Naturschutzzentrum – z. T. seit seiner Gründung – begleitet und die Ausrichtung der vielfältigen Arbeiten organisiert. Vorsitzender Gerhard Germann nannte in seinem Rückblick die Kinder- und Jugendarbeit des NZO während der Ferien in Form der Naturschutz-Universität, die  jeweils  neue  und  interessante  Aspekte  der  Natur  vermittelte.  Die  in  der  Fachwelt  weit  über  den Odenwaldkreis  hinaus  anerkannte  Tätigkeit  der  beiden  Arbeitsgruppen  ‚Fledermäuse‘  und  ‚Insekten‘ würdigte  Germann  als  eine  der  herausragenden  Leistungen  des  Zentrums.  Werner  Horn  –  einer  der Mitbegründer – leitet diese Facharbeit seither und stellt ihre Ergebnisse vor. So konnte er mehrere für den Odenwald bisher als ausgestorben eingeordnete Arten finden und bestimmen. In der Fachwelt wird dies
als besondere Leistung gewertet. Ein weiterer Erfolg für die bedrohte Natur konnte mit der Sicherung des letzten  Vorkommens  des  Moorglöckchens  in  Kimbach  verbucht  werden.  Für  diese  äußerst  selten gewordene Pflanze wurde ein spezielles Hilfspaket geschnürt: die betreffende Fläche konnte mit Hilfe der Abteilung „Natur- und Landschaftspflege" des Odenwaldkreises angekauft und entsprechend gepflegt werden, um den Weiterbestand der Pflanze zu sichern.
1. Stadtrat Bernhard Geist würdigte als Vertreter der Stadt Bad König im Stiftungsbeirat die Leistungen des NZO-Vorstands im Besonderen und die der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im Allgemeinen. Er hob diese Arbeit als für die Gesamtgesellschaft unabdingbar hervor und dankte allen, die sich für den Schutz der Natur im Rahmen der Stiftung eingebracht haben oder einbringen werden.
Neuer Vorstand tritt an
Nach 9 Jahren im Amt hatte der bisherige Vorstandsvorsitzende Gerhard Germann aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt. Auch seine Vorstandskolleginnen Andrea Aurich und Christina Schlingmann sowie Rechner Lothar Müller – der seit Gründung der Stiftung dem Vorstand angehörte -kandidierten nicht mehr für die nächste Wahlperiode.
Der Beirat der Stiftung, in dem neben der Stadt 6 Umweltverbände und 10 persönlich berufene Personen Sitz und Stimme haben, wählte zunächst Dipl.-Biol. Kai Teubner zu seinem Vorsitzenden und Sascha Böhm zu  dessen  Stellvertreter.  Anschließend berief der Beirat den geschäftsführenden Vorstand,  dem  Prof. Kerstin Schultz aus Reichelsheim vorstehen wird. Ihr Stellvertreter ist Ralf Klein aus Brombachtal, Martina Limprecht aus Fränkisch-Crumbach und Harald Hoppe aus Höchst vervollständigen den NZO-Vorstand für die kommenden 4 Jahre.
Damit sind die beiden größten Umweltverbände – BUND und NABU – mit ihren Vorständen in der neuen Stiftungsleitung vertreten.
Prof. Schultz dankte dem scheidenden Vorstand sowie den Aktiven der Arbeitsgruppen für ihre bisher geleistete Arbeit. Sie kündigte an, an die gute Arbeit  der Vergangenheit mit ebenso guten Projekten anschließen zu wollen.
„Das  NZO  ist  eine  sehr  wichtige  Institution  für  die  Bearbeitung  der  wichtigen  Umweltthemen  im
Odenwaldkreis. Wir bündeln an dieser Stelle die Fachkompetenz aller großen Umweltverbände und stellen das Fachwissen des Ehrenamtes bereit. Wir werden versuchen, diese einzigartige Leistung in Zukunft bei den Kommunen und im Kreis noch stärker ins Licht zu rücken.“
Der neue Vorstand wird die nächsten Wochen die Kernthemen für 2022 festlegen und  die Neuausrichtung des NZO inhaltlich weiterentwickeln. Dazu werden auch Gespräche mit den politischen Vertreter*innen aufgenommen.

Download
Mitgliederversammlung 2021 NZO-Beirat
20210910 NZO PM Vorstandswahl.pdf
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Stiftungsvorstand

 

Vorsitzende:

Prof. Kerstin Schultz

 

Stellvertretender Vorsitzender:

Ralf Klein

 

 

Stiftungsbeirat

 

Vorsitzender:

Kai Teubner

 

Stellvertretender Vorsitzender:

Sascha Böhm

 

 

Ausstellungsraum Nisthilfen
Ausstellungsraum Nisthilfen


31.12.2019

Die Zauneidechse ist „Reptil des Jahres 2020/2021“

Die DGHT hat die Zauneidechse (Lacerta agilis) zum „Reptil des Jahres 2020/2021“ erklärt.